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Studieren und Forschen in Deutschland

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Studieren und Forschen in Deutschland


Immer auf dem Laufenden bleiben

Tomás und Mai sind sich einig: "Damit wir uns in Deutschland schnell einleben ist es wichtig, deutsche Medien zu kennen. Dadurch lernt man Land und Leute besser verstehen und außerdem ist es gut zum Deutschlernen". Tomás hat sich deshalb gleich ein paar Zeitschriften abonniert. Mai bevorzugt es, deutsches Fernsehen zu sehen. "Das hilft mir, die Alltagssprache zu verstehen. In der Uni lernen wir ja vor allem Deutsch fürs Studium und jede Menge Grammatik", berichtet Mai.

Doch so wichtig es Tomás und Mai auch ist, viel über Deutschland zu erfahren - so sehr wollen sie dennoch Kontakt zu ihren Familien und Freunden in Tschechien und Vietnam halten. Und das geht nun mal am besten per Telefon und Internet.

Im folgenden bieten wir Ihnen einen kleinen Wegweiser rund um das Medien- und Telekommunikationsangebot in Deutschland.

Ruf doch mal an

Die ersten Wochen in Deutschland hat Mai aus öffentlichen Telefonzellen oder Telecafes telefoniert. Auf Dauer ist ihr das aber zu stressig. Mal akzeptiert der Münzfernsprecher statt Münzen nur Telefonkarten. Ein anderes Mal nimmt der Apparat keine Münzen an oder schluckt das Geld sogar. Zudem sind Telefonzellen vom Aussterben bedroht, denn fast jeder Deutsche besitzt mittlerweile mindestens ein Handy.


Deshalb möchte Mai einen eigenen Telefonanschluss für ihre Wohnung bestellen. Unter der Internetadresse www.tariftip.de/telefonanschluss.html findet sie einen Leistungs- und Preisvergleich sämtlicher Telefonanbieter ihrer Stadt.

Eine oft sehr kostengünstige Möglichkeit, besonders für Auslandsgespräche, ist das Telefonieren über "Call by Call"-Nummern (Vorwahlen). Einen Überblick zu diesen Vorwahlen finden Sie unter:

Telefonzellen: Telefonzellen können meist mit Karten (zum Teil auch mit Kreditkarten = Achtung teuer!) genutzt werden. Telefonkarten zum Beispiel von der Deutschen Telekom gibt es für 5, 10 oder 15 Euro in den T-Punkt-Läden, in Postämtern, in einigen Schreibwarenläden oder auch Internet- und Telefoncafes. Daneben gibt es vereinzelt noch Münztelefone.

Mobiltelefone: Auf 82 Millionen Deutsche kommen mittlerweile 100 Millionen Handys. Genau wie beim Festnetzanschluss variieren die Angebote und Leistungen zwischen den einzelnen Netzanbietern, in den Anschaffungskosten, den pre-paid oder monatlichen Beiträgen und den freien Telefonnummern beziehungsweise besonderen Tarifen. Eine eingehende Beratung - bis hin zur Erstellung eines persönlichen Telefonprofils - sollten Sie auf jeden Fall in Anspruch nehmen. Erste Infos dazu gibt es unter www.handytarife-rechner.de.

Telefonnummern finden: Nachdem Mai sich für einen Telefonanbieter entschieden hat, will sie sogleich Kontakt zu ihren Freunden aufnehmen. Doch den Zettel mit den Telefonnummern hat sie verlegt. Deshalb ruft sie die Telefonauskunft (www.telefontarifrechner.de/telefonauskunft) an.

Ein weitere wichtige Infoquelle sind die gedruckten Telefonbücher (alphabethisch nach Namen geordnet) sowie die Branchentelefonbücher, auch Gelbe Seiten genannt. Sucht Mai beispielweise nach einem Arzt, einem Handwerker oder einer Sprachschule in ihrer Stadt oder in der näheren Umgebung, so wird sie bei den Gelben Seiten fündig.

Diese Telefonnummern gelten für ganz Deutschland

110 = Polizeinotruf
112 = Ambulanz und Feuerwehr.

Merkzettel Aufgepasst:

Telefonverträge
Einige Telefonverträge beinhalten Mindestvertragslaufzeiten, die bis zu zwei Jahre dauern können. Oder es gibt Klauseln zum Mindestverbrauch. Das kann teuer für Sie werden. Lesen Sie deshalb unbedingt immer zuerst das Kleingedruckte, bevor Sie einen Vertrag unterschreiben. Sind Sie unsicher, informieren Sie sich bei der Verbraucherzentrale. Und: Fragen Sie die Anbieter nach speziellen Tarifen für Studierende.

Um die große weite Welt

Zugang zum Internet: Den einfachsten Zugang zum Internet gibt es über die Rechenzentren der Hochschulen. Dort hat sich auch Tomás angemeldet. Dafür musste er nur eine Bescheinigung seiner Immatrikulation vorzeigen. Mittlerweile sind auch einige Studentenwohnheime an das Breitbandnetz angeschlossen. Der Internetzugang ist dann häufig schon in der Miete enthalten.

Weitere Möglichkeiten ins Internet zu kommen, gibt es in Internetcafes (www.dooyoo.de/internetcafes-national/), an Hotspots (www.cafespots.de) oder über die Bestellung eines eigenen Internetanschlusses. Auch hierfür gilt: Prüfen Sie alle Angebote vorher ganz genau bevor Sie einen Vertrag abschließen. Eine Liste von Anbietern gibt es unter: www.billiger-surfen.de.

Post: In allen Städten und in der Nähe von Bahnhöfen und Flughäfen gibt es Briefkästen. Diese erkennen Sie an dem gelben Kasten mit einem schwarzen Horn darauf. Briefe müssen mit Briefmarken ausreichend frankiert werden. Diese gibt es in den Postämtern, entweder am Schalter oder an Briefmarkenautomaten. Die aktuellen Portopreise erfahren Sie im Internet unter: www.deutschepost.de.

Stets wissen was los ist

Rundfunk und Fernsehen: Jeder, der in Deutschland einen Fernseher oder ein Radio besitzt, muss dies bei der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) anmelden. Nur dann darf er die Geräte anschließen und einschalten. Die monatlichen Rundfunkgebühren betragen für ein Radio 5,52 Euro, für einen Fernseher 17,03 Euro und für beides zusammen auch 17,03 Euro. Studierende können sich unter Umständen von den Gebühren befreien lassen. Anmeldeformulare und Befreiungsanträge gibt es auf der Website der GEZ: www.gez.de.
Eine Liste sämtlicher Fernsehsender und Hörfunkprogramme finden Sie bei Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Fernsehsender
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_H%C3%B6rfunkprogramme

Zeitungen: Die deutsche Presselandschaft ist sehr vielfältig. Neben überregionalen und lokalen Tageszeitungen gibt es einen riesigen Markt an Magazinen zu allen möglichen Themen - von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft bis hin zu Hobby-, Studenten- oder Tierzeitschriften. Und zumindest in den Städten sind aktuelle Auslandsmedien erhältlich. Das größte Angebot halten in der Regel die Presseshops auf den Bahnhöfen und Flughäfen bereit.

Den Gang zum Kiosk oder Bahnhof kann sich ersparen, wer ein Abonnement ("Abo") abschließt. Zeitungs- und Zeitschriftenabos sind in Deutschland weit verbreitet. Der große Vorteil dabei: die Zeitung wird jeden Morgen (Zeitschriften je nach Erscheinungsweise wöchentlich, 14-tägig oder monatlich) ins Haus geliefert. Der Preis pro Ausgabe ist zudem meist etwas günstiger als im Laden. Wer das Abo wieder abbestellen will, muss allerdings eine vertraglich festgelegte Kündigungszeit einhalten, oft gibt es auch eine Mindestlaufzeit von einem Jahr.

Meistens kann man ein - oft kostenloses - Probeabonnement (in der Regel zwei Wochen) abschließen, um Zeitung und Zeitschrift sowie den Lieferservice auszutesten. Die großen Zeitungen haben oft auch Stände an den Hochschulen, wo man sich das "Lesen auf Probe" bestellen kann. Und fast alle Verlage bieten spezielle Studententarife an. Infos dazu finden Sie etwa unter: www.studentenpresse.com

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DAAD Glossar

Einschreibung

Wer an einer Hochschule studieren will, muss sich im Studierendensekretariat immatrikulieren. Für die Immatrikulation muss man in der Regel den Zulassungsbescheid und die Hochschulzugangsberechtigung (Abitur, Fachoberschulreife) vorlegen. Zudem muss man eine Gebühr für die Einschreibung bezahlen.

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© 2009 Deutscher Akademischer Austausch Dienst e.V. (DAAD), Kennedyallee 50, D-53175 Bonn
Quelle: http://www.daad.de/deutschland/deutschland/leben-in-deutschland/06192.de.html
Stand: 2009-01-09