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Hände weg von Kreditlockangeboten
Ständig knapp bei Kasse und keine Aussicht auf Besserung? Dann kommen Angebote privater Kreditgeber "Geld sofort, ohne Garantien" wie gerufen. Doch lassen Sie sich von solchen unseriösen Kreditangeboten nicht täuschen. Hinterher stehen Sie garantiert mit leeren Taschen - und noch mehr Schulden da. Umsonst gibt es nichts, außer viel Ärger. Wenn Sie Geld ausleihen wollen, sprechen Sie besser mit Ihrer Hausbank, welche Möglichkeiten es für Sie gibt.
Mai hatte es bei ihrer Ankunft in Deutschland eilig, ein Bankkonto zu eröffnen. Sie hatte nur etwas Bargeld und ein paar Reiseschecks auf die weite Reise mitgenommen. Ihre Eltern sollten ihr schnellstmöglich einen größeren Geldbetrag überweisen.
Viele Banken bieten Studententarife
"Ich bin einfach in die erstbeste Bank gegangen und habe dort ein Girokonto eröffnet. Dafür musste ich meinen Reisepass vorlegen und verschiedene Formulare ausfüllen", berichtet Mai. Was sie erst hinterher erfuhr: Sie hatte ein Konto bei einer Bank eröffnet, die vorwiegend Geschäftsleute als Kunden hat. Der Nachteil für Mai: Die Gebühren für die Kontoführung sind dort besonders hoch, spezielle Studententarife gibt es nicht.
Erhebliche Preisunterschiede

Banken: Spezialtarife für Studierende"Man kann viel Geld sparen, wenn man vorher die Angebote verschiedener Banken vergleicht", weiß Mai inzwischen. Einige Banken erheben keine Kontoführungsgebühren für das Girokonto. Andere verlangen eine Pauschale oder rechnen jede Überweisung und jeden Dauerauftrag einzeln ab. Ähnlich verschieden sind die Konditionen, wenn man das Konto überzieht, also mehr Geld abhebt als Guthaben darauf ist. "Bei meiner jetzigen Bank habe ich einen kleinen Dispositionskredit. Damit kann ich das Konto ohne Probleme auch mal überziehen. Bei meiner ersten Bank war das nicht möglich. Als einmal das Geld aus Vietnam zu spät kam, konnte ich deshalb meine Miete nicht pünktlich zahlen", erinnert sich Mai. Dank ihrer Freundin Nina hat Mai jetzt ein Girokonto zum kostenlosen Studententarif. Dafür musste Mai bei der Bank ihren Reisepass, den Studentenausweis und eine Studienbescheinigung vorlegen.
Sind Sie unsicher oder haben Sie Ärger mit einer Bank, dann sollten Sie den Rat einer Verbraucherzentrale in Anspruch nehmen. Welche Verbraucherzentrale in Ihrer Nähe liegt, erfahren Sie im Internet unter www.verbraucherzentrale.info/index.php. Und für Fragen rund um den Zahlungsverkehr finden Sie viele gute Antworten unter www.zahlungsverkehrsfragen.de/frameset.html.
Vom Girokonto zur Einzugsermächtigung: Hier erklären wir wichtige Fakten und Begriffe rund um den Geldverkehr.
Banken (Geldinstitute): Der Bankensektor in Deutschland ist sehr vielseitig. Es gibt private Geschäftsbanken, zu denen sowohl Großbanken als auch kleinere, oft regional tätige Privatbanken zählen. Zudem gibt es öffentlich-rechtliche Kreditinstitute, darunter Sparkassen und Landesbanken. Eine weitere Variante sind Genossenschaftsbanken (etwa die Volks- und Raiffeisenbanken), an denen die Bankkunden jeweils kleine Anteile tragen. Und auch viele ausländische Geldinstitute haben Niederlassungen in Deutschland, zumeist in den größeren Städten. Für welche Bank Sie sich entscheiden, hängt ganz davon ab, welchen Service Sie von Ihrer Bank erwarten - und was sie dafür bezahlen wollen.
Eine Liste der gängigsten Banken mit weiterführenden Links und Hintergrunddaten finden Sie auf den folgenden Homepages:
Girokonto: Das Girokonto ist in Deutschland weit verbreitet. Fast jeder Arbeitnehmer hat ein Girokonto, da darüber die (monatlichen) Gehaltszahlungen eingehen. Das gilt auch für die meisten der studentischen Jobs. Nur äußerst selten werden Löhne oder Honorare in bar oder per Scheck ausgezahlt. Spätestens bei Abschluss eines Arbeitsvertrages ist es also ratsam, ein Girokonto zu eröffnen.
Gleichzeitig werden über das Girokonto regelmäßig anfallende Kosten (wie Miete, Strom) sowie Rechnungen bezahlt. In Absprache mit der Bank kann das Girokonto bis zu einem bestimmten Betrag überzogen werden. Dafür müssen dann sogenannte Dispositionsgebühren (kurz Dispogebühren) gezahlt werden. Diese sind jedoch recht hoch. Für Guthaben gibt es indes meist keine oder nur sehr geringe Zinsen.
Der Kontoinhaber kann über das Girokonto mittels Barabhebungen, Bareinzahlungen, Überweisungen, Daueraufträgen oder Lastschriften (wie Einzugsermächtigung) verfügen. Die Aufträge können schriftlich (per Formularvordruck), telefonisch, per Online-Banking oder am Selbstbedienungsterminal in der Bank erledigt werden. Zum Girokonto gehört meist eine Debit-Karte (auch Scheck-Karte genannt) wie die maestro-Karte (früher ec-Karte). Mit ihr kann Geld am Bankautomaten abgehoben oder in Geschäften bargeldlos bezahlt werden.
Für die Nutzung des Girokontos muss der Inhaber in der Regel Gebühren bezahlen. Diese werden meist quartalsweise abgerechnet - entweder in Form einer Pauschale oder je Buchungsposten. Einige Banken bieten sogar kostenlose Girokonten an.
Überweisungen: Wer eine Rechnung bezahlen oder Gebühren entrichten muss (zum Beispiel für die Immatrikulation) erledigt dies meist mittels einer Überweisung. Dafür erteilt er seiner Bank einen Zahlungsauftrag. Die Bank überweist dann einen bestimmten Geldbetrag auf ein angegebenes Konto. Eine meist kostengünstigere Möglichkeit: die Überweisung selber am Selbstbedienungsterminal (oft im Eingangsbereich der Banken) oder per Online-Banking zu tätigen.
Für die Überweisung muss der Name des Empfängers, seine Kontonummer, der Name seiner Bank plus Bankleitzahl angegeben werden. Für Überweisungen ins Ausland muss zusätzlich der SWIFT-BIC (BIC = Bank Identifier Code) und die IBAN (International Bank Account Number) genannt werden.
Dauerauftrag: Mit einem Dauerauftrag beauftragen Sie Ihre Bank damit, einen bestimmten Betrag regelmäßig zu einem feststehenden Termin an einen bestimmten Empfänger zu überweisen. Dieses Verfahren bietet sich bei monatlich anfallenden Kosten wie Miete oder Strom an, die beispielsweise immer zum 3. eines Monats bezahlt werden müssen.
Mehr Infos dazu unter http://de.wikipedia.org.
Einzugsermächtigung: Mit einer Einzugsermächtigung erteilen Sie einem Zahlungsempfänger (zum Beispiel einer Telefongesellschaft) die Erlaubnis, einen bestimmten Betrag von Ihrem Konto abzubuchen. Oftmals werden so Tageszeitungsabonnements oder Mitgliedsbeiträge (etwa Mieterverein, Sportstudio) bezahlt. Bei dieser Zahlungsform sollten Sie unbedingt regelmäßig Ihre Kontoauszüge überprüfen. Denn sonst können unbemerkt Beträge von Ihrem Konto abgebucht werden, die Sie gar nicht vereinbart haben. Die Bank prüft das normalerweise nicht.
Mehr Infos dazu unter http://de.wikipedia.org.
Homebanking: Mit Homebanking können Sie die meisten Geldgeschäfte bequem von Ihrem PC aus abwickeln. Dazu zählen Überweisungen, die Abfrage von Kontoständen oder das Einrichten von Daueraufträgen.
Doch Vorsicht: Weltweit sind Hacker darauf spezialisiert, Daten abzufangen und Gelder unerlaubterweise umzubuchen. Wer dafür haftet, darüber gibt es bisher keine eindeutigen juristischen Regelungen. Wenn Sie Pech haben, ist Ihr Geld dann weg. Klären Sie daher vorher mit Ihrer Bank mögliche Sicherheitsmaßnahmen und Haftungsfragen.
Gute Tipps und Sicherheitshinweise zum Online-Banking bietet Ihnen das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik auf der Internetseite www.bsi-fuer-buerger.de.
Studienkredite: Nimmt man einen Kredit auf, so leiht man sich in der Regel Geld von einer Bank aus. Dafür werden Zinsen fällig, deren Höhe ebenso wie die Rückzahlungsmodalitäten in einem Kreditvertrag genau festgelegt werden. Viele Geldinstitute bieten inzwischen Studienkredite zur Finanzierung des Studiums an. Einen aktuellen Vergleich solcher Studienkredite können Sie im Internet downloaden unter www.che.de.
Bevor Sie ein Konto bei einer Bank eröffnen, sollten Sie sich genau über die Konditionen informieren. Die folgenden Fragen helfen Ihnen dabei:
Nutzen Sie auch das Internet, um sich rasch einen Überblick über die Konditionen der verschiedenen Banken zu verschaffen. Genau hinsehen lohnt sich. Die Kosten unterscheiden sich beträchtlich. Auf den folgenden Websites können Sie sich schlau machen: