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Home « Studieren und Forschen in Deutschland « Forschung « Deutsche Forschungsinstitutionen auf einen Blick


Deutsche Forschungsinstitutionen auf einen Blick

Auf dieser Site erhalten Sie einen kurzen Überblick über die Spannbreite der bedeutendsten Forschungsinstitutionen und Träger der Forschungsfinanzierung in Deutschland. Mit einem Blick können Sie die wesentlichen Daten wie Profil, Aufgaben und Ziele der folgenden Institutionen erfassen:

Fraunhofer-Gesellschaft

Fraunhofer-Gesellschaft (FhG)
Hansastraße 27c,
D-80686 München,
Deutschland
www.fraunhofer.de 

Gründungsjahr:
Die Fraunhofer-Gesellschaft wurde 1949 zur praktischen Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse und technologischen Know-hows gegründet.

Auftrag:
Die Fraunhofer-Gesellschaft betreibt anwendungsorientierte Forschung zum direkten Nutzen für Unternehmen und zum Vorteil der Gesellschaft. Vertragspartner und Auftraggeber sind Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie die öffentliche Hand. Rund 80 Forschungseinrichtungen sind an über 40 Standorten in ganz Deutschland tätig. Etwa 12 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, überwiegend mit natur- oder ingenieurwissenschaftlicher Ausbildung, bearbeiten das jährliche Forschungsvolumen von über einer Milliarde €. Davon fallen mehr als 900 Millionen € auf den Leistungsbereich Vertragsforschung. Ungefähr zwei Drittel dieses Leistungsbereichs erwirtschaftet die Fraunhofer-Gesellschaft mit Aufträgen der Industrie und öffentlich finanzierten Forschungsprojekten. Ein Drittel wird von Bund und Ländern beigesteuert, auch um damit den Instituten die Möglichkeit zu geben, Problemlösungen vorzubereiten, die in fünf oder zehn Jahren für Wirtschaft und Gesellschaft aktuell werden.

Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF)
Ahrstraße 45,
D-53175 Bonn,
www.helmholtz.de 

Gründungsjahr:
Ursprünglich 1970 gegründet, 1995 umbenannt in Helmholtz, 2001 neu strukturiert als eingetragener Verein.

Organisationsstruktur:
Eingetragener Verein mit 15 rechtlich selbstständigen Mitgliedszentren in ganz Deutschland. Programmorientierte Förderung: Wissenschaftler entwickeln Forschungsprogramme für jeden Forschungsbereich. Die Begutachtung dieser Programme durch Experten aus aller Welt bildet die Grundlage der Finanzierung. Das Budget von 2,2 Mrd. Euro finanziert sich zum größeren Teil aus Mitteln der öffentlichen Hand, wobei der Bund mit 90 %, die Länder mit 10 % beteiligt sind. 30 % des Budgets stammen aus Drittmitteln.

Präsident: Prof. Dr. rer. nat. Jürgen Mlynek

Aufgaben und Zielsetzungen:
Die Helmholtz-Gemeinschaft trägt durch Spitzenforschung in strategischen Programmen zur Lösung der großen Herausforderungen bei, der sich Gesellschaft, Wissenschaft und Industrie gegenübersehen. Mit ihren Großgeräten und ihrer wissenschaftlichen Infrastruktur erforscht sie Systeme großer Komplexität in enger Kooperation mit nationalen und internationalen Partnern. Die Helmholtz-Gemeinschaft beteiligt sich an der Gestaltung unserer Zukunft, indem sie Forschung und technologische Entwicklung mit innovativen Anwendungs- und Vorsorgeperspektiven verbindet.

Prioritäten:
Forschungsbereiche: Energie, Boden und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Raumfahrt.

Anzahl der unterstützten Personen/Projekte:
24.000 Mitarbeiter arbeiten in 30 Forschungsprogrammen aus 6 Forschungsbereichen.

Höhepunkte:

  • Forschung mit Supermikroskopen, z. B. der HERA-Beschleuniger für Elektronen-Protonen-Kollisionen, der neue Röntgenlaser X-FEL, der geplante internationale Teilchenbeschleuniger.
  • Forschungsnetzwerk „Integriertes Erdbeobachtungssystem“
  • Virtuelles Institut „Schlüsselwerkstoffe für den Leichtbau“

Leibniz-Gemeinschaft

Leibniz-Gemeinschaft (WGL)
Eduard-Pflüger-Straße 55,
D-53113 Bonn,
www.leibniz-gemeinschaft.de

Gründungsjahr: 1995

Organisationsstruktur:
Zusammenschluss von 84 rechtlich und wirtschaftlich eigenständigen wissenschaftlichen Forschungsinstituten und Serviceeinrichtungen.

Aufgaben und Zielsetzungen:
Die Leibniz-Institute sind bedarfsorientierte, interdisziplinäre Kompetenzzentren und Kooperationspartner für Industrie, öffentliche Verwaltung und Politik. Die wissenschaftliche Kooperation mit Universitäten ist besonders eng und intensiv. Die Forschungsarbeit und das Serviceangebot sind von nationaler Bedeutung und genießen international hohes Ansehen.

Prioritäten:
Die Leibniz-Institute leisten interdisziplinäre wissenschaftliche Arbeit in folgenden Bereichen: Geisteswissenschaften und Bildungsforschung; Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Raumwissenschaften; Biowissenschaften; Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften, Umweltforschung.

Die Dachorganisation koordiniert die verschiedenen Interessen der angeschlossenen Institute und vertritt sie in der Öffentlichkeit. Sie stärkt die wissenschaftliche Kooperation, fördert den akademischen Nachwuchs und ist verantwortlich für die Entwicklung eines umfassenden Qualitätssicherungssystems.

Anzahl der unterstützten Personen/Projekte:
12.500 Mitarbeiter (davon 5.100 Akademiker); die Institute werden vom Bund und von den Ländern gefördert.

Höhepunkte:
Qualitätssicherungssystem: In einem einzigartigen Prozess wird jedes Institut in regelmäßigen Abständen von unabhängigen externen Experten begutachtet. Wissenschaftspreis des Stifterverbandes 2003 für Anna Wobus, eine der bekanntesten Stammzellenforscherinnen in Deutschland.

Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V. (MPG)
Hofgartenstraße 8,
D-80539 München
www.mpg.de 

Gründungsjahr:
Die Max-Planck-Gesellschaft wurde 1948 als Nachfolgeorganisation der 1911 ins Leben gerufenen Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft gegründet.

Organisationsstruktur:
Die Max-Planck-Gesellschaft ist eine gemeinnützige Organisation des privaten Rechts in Form eines eingetragenen Vereins.

Aufgaben und Zielsetzungen:
Primäre Zielsetzung der Max-Planck-Gesellschaft ist die Förderung der Spitzenforschung in den eigenen Forschungsinstituten.

Prioritäten:
Die Forschungseinrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft betreiben exzellente Grundlagenforschung in den Natur-, Bio-, Sozial- und Geisteswissenschaften im Dienste der Allgemeinheit. Die Max-Planck-Gesellschaft greift insbesondere neue und innovative Forschungsfelder in Ergänzung zur universitären Forschung an deutschen Hochschulen auf.

Anzahl der unterstützten Personen/Projekte:
In ca. 80 Instituten, Forschungszentren, Labors und Projektgruppen der Max-Planck-Gesellschaft arbeiten rund 12.000 Mitarbeiter, darunter mehr als 4.000 Wissenschaftler und Stipendiaten. Dazu kommen jedes Jahr etwa 10.000 studentische Hilfskräfte, Doktoranden, Postdoktoranden und Gastwissenschaftler. Etwa 50 % der Doktoranden, Postdoktoranden, Gastwissenschaftler und studentischen Hilfskräfte kommen aus dem Ausland.

Höhepunkte:

  • 16 Nobelpreisträger seit 1948
  • Mehr als 12.500 wissenschaftliche Publikationen in 2003 (57 in Nature, 48 in Science = ein Drittel aller deutschen Beiträge in diesen Zeitschriften)
  • ISI-Liste (Institute of Scientific Information) der meistzitierten Wissenschaftler nennt 35 Forscher der Max-Planck-Gesellschaft

Alexander von Humboldt-Stiftung

Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH)
Jean-Paul-Straße 12,
 D-53173 Bonn,
www.humboldt-foundation.de 

Gründungsjahr: 1953

Organisationsstruktur:
Gemeinnützige Stiftung

Aufgaben und Zielsetzungen:
Vergabe von Forschungsstipendien und Forschungspreisen an hoch qualifizierte Postdoktoranden und Wissenschaftler zur Finanzierung langfristiger Forschungsaufenthalte in Deutschland und zur Festigung der akademischen und kulturellen Kontakte.

Prioritäten:
Die Alexander von Humboldt-Stiftung ist eine unabhängige und unparteiische Organisation. Ihre Programme stehen Bewerbern aus allen Ländern und allen wissenschaftlichen Disziplinen offen.

Anzahl der unterstützten Personen/Projekte:

  • Bis zu 600 Forschungsstipendien pro Jahr
  • Bis zu 150 Forschungspreise pro Jahr
  • Bis zu 150 Stipendien für junge deutsche Wissenschaftler pro Jahr
  • Weitere Zusatzprogramme

Höhepunkte:

  • „Einmal ein Humboldtianer, immer ein Humboldtianer“: Aus der Erstförderung erwachsen Verbindungen für das ganze Leben
  • Nachbetreuung und Weiterförderung: Finanzierung weiterer Forschungsaufenthalte in Deutschland, Beihilfen für die Teilnahme an wissenschaftlichen Tagungen, Druckkostenzuschüsse und Ehemaligentreffen im Ausland
  • Aktives weltweites Netzwerk aus über 23.000 Stipendiaten
  • 40 Humboldtianer unter den Nobelpreisträgern

Deutsche Forschungsgemeinschaft

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Kennedyallee 40,
D-53175 Bonn,
www.dfg.de 

Gründungsjahr:
Die DFG entstand 1952 aus dem Zusammenschluss der 1920 gegründeten Notgemeinschaft der Wissenschaft mit dem Deutschen Forschungsrat.

Organisationsstruktur:
Die DFG ist ein Verein des bürgerlichen Rechts. Ihre Mitglieder sind deutsche Universitäten und außeruniversitäre Forschungsinstitutionen.

Aufgaben und Zielsetzungen:
Die DFG ist die Selbstverwaltungseinrichtung der deutschen Wissenschaft. Sie dient der Wissenschaft in allen ihren Zweigen durch die Finanzierung von Forschungsprojekten und fördert die Kooperation unter den Wissenschaftlern.

Prioritäten:
Die DFG widmet sich der Förderung junger Wissenschaftler und der internationalen Zusammenarbeit in allen ihren Programmen.

Anzahl der unterstützten Personen/Projekte:
Derzeit unterstützt die DFG rund 25.000 Projekte.

Höhepunkte:
Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ist der höchst dotierte deutsche Förderpreis und dient dem Ziel, die Arbeitsbedingungen herausragender Wissenschaftler und Akademiker zu verbessern. DFG-Forschungszentren stellen ein wichtiges strategisches Förderinstrument dar, das dazu beiträgt, wissenschaftliche Forschungskompetenz in besonders innovativen Bereichen zu konzentrieren und international wahrnehmbare Forschungsprioritäten an deutschen Universitäten zu schaffen. Das Emmy Noether-Programm bietet überragenden Nachwuchsforschern, die eine Karriere als Hochschullehrer anstreben, die Möglichkeit, die erforderlichen Qualifikationen zu erwerben. Graduiertenkollegs sind befristete universitäre Ausbildungsprogramme, die Nachwuchsforscher bei der Erlangung eines Doktorgrades unterstützen. Internationale Graduiertenkollegs bieten die Möglichkeit der gemeinsamen Doktorandenausbildung einer deutschen Hochschulgruppe mit einer Partnergruppe an einer ausländischen Universität.

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DAAD Glossar

Hochschule

Übergeordneter Begriff für die verschiedenen Hochschultypen, wie beispielsweise Universitäten, Fachhochschulen oder Musik- und Kunsthochschulen.

Institut

Große Fakultäten gliedern sich in der Regel in Institute oder Seminare. Ein Institut umfasst oft einen Lehrbereich (beispielsweise Anglistik, Soziologie, Informatik) mit mehreren Lehrstühlen (Professuren). Es wird von einem Geschäftsführenden Direktor (aus der Reihe der Hochschullehrer) geleitet.

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© 2009 Deutscher Akademischer Austausch Dienst e.V. (DAAD), Kennedyallee 50, D-53175 Bonn
Quelle: http://www.daad.de/deutschland/forschung/forschungsorganisationen/04676.de.html
Stand: 2009-01-09