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Herzlich willkommen! Sie haben sich für ein Studium in Deutschland entschieden. Für einige von Ihnen wird es die erste Studienerfahrung sein. Sie kommen direkt von der Schule und wollen sich durch ein Studium im Ausland bestmöglich qualifizieren. Jeder Schritt, den Sie ab jetzt gehen, wird neu für Sie sein. Bereiten Sie sich intensiv auf Ihr Studium und Ihren Aufenthalt in Deutschland vor. Fangen Sie spätestens ein Jahr vor Studienantritt damit an. Dann werden Sie Ihr Ziel erreichen.

Unsere Scouts mit ihrem Freund MarkusViele von Ihnen haben bereits Studienerfahrungen in Ihrer Heimat oder in einem anderen Land gesammelt. Jetzt wollen Sie Ihr Studium in Deutschland fortsetzen oder durch einen Aufbaustudiengang oder ein Promotionsstudium perfektionieren. Vieles, was Sie hier vorfinden, wird Ihnen bekannt vorkommen. Trotzdem werden Sie auch auf viele Unterschiede stoßen. Erleichtern Sie sich den Start in Deutschland, indem Sie sich vorab gut informieren.
Unsere drei Scouts Mai, Tomás und Nina navigieren Sie auf diesen Seiten durchs Studium. Ihre Tipps werden Ihnen den Einstieg erleichtern. Und mit Hilfe unseres Hochschulglossars blicken Sie schneller an der Hochschule und im Studium durch. Viel Erfolg auf Ihrem Weg durchs Studium!
wir freuen uns sehr darauf, Sie als Ihre persönlichen Scouts durch das Studium in Deutschland zu führen. Wir drei wissen: Am Anfang kann es ganz schön schwer sein, gut klar zu kommen. Doch wir haben die Erfahrung gemacht: Mit den richtigen Informationen geht es leichter. Deshalb wollen wir unser Know-how und unsere Erfahrungen an Sie weiter geben.
Damit Sie wissen, wer wir sind, stellen wir uns hier kurz vor.
Ich heiße Tomás und bin Tscheche. Seit einem Semester studiere ich Internationale Betriebswirtschaft in Deutschland. Damit habe ich einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu 
Tomás: Deutsch schon in Prag gelerntmeinem Traumberuf geschafft: Ich möchte später einmal für einen deutschen Global Player als Manager in Osteuropa arbeiten.
Frühzeitig Zulassungsvoraussetzungen klären: Schon während meines letzten Schuljahres hatte ich mich über Studienmöglichkeiten in Deutschland informiert. Mit Hilfe des Internets und des DAAD in Prag stieß ich auf einen Bachelor-Studiengang in Internationaler BWL, Schwerpunkt Osteuropa. Das war genau das Richtige für mich. Am liebsten hätte ich sofort nach der Schule mit dem Studium losgelegt. Aber das ging nicht. Für die Zulassung zum Studium in Deutschland musste ich die Sprachprüfung TestDaF nachweisen.
Ausreichende Deutschkenntnisse erwerben: Ich hatte zwar schon etwas Deutsch in der Schule gelernt. Doch meine Kenntnisse reichten für die Studienaufnahme nicht aus. Also habe ich beim Goethe-Institut in Prag einen CAMPUS Intensiv-Kurs zur Vorbereitung auf den TestDaF absolviert. Drei Monate später konnte ich meine Sprachprüfung erfolgreich ablegen. Um keine Zeit zu verlieren, habe ich parallel dazu Betriebswirtschaftslehre an der Universität in Prag studiert.
Studienleistungen anrechnen lassen: Das Studium und der Deutschintensivkurs haben mich ganz schön herausgefordert. Aber es hat sich gelohnt: Als ich endlich den TestDaF in der Tasche hatte, konnte ich meine Bewerbungsunterlagen an uni-assist (Servicestelle für internationale Studienbewerbungen) schicken. uni-assist hat dann im Auftrag meiner deutschen Wunschhochschule meine Papiere und Qualifikationen überprüft. Mit positivem Ergebnis. Nach einem Monat hielt ich den Brief mit meiner Zulassung in den Händen. Und was ich besonders gut fand: Beim Studienantritt in Deutschland wurde mir sogar ein Teil meiner in Prag erbrachten Studienleistungen angerechnet. Das European Credit Transfer System (ECTS) macht das möglich.

Mai: Forscherkarriere in Vietnam geplantMein Name ist Mai. Ich komme aus Vietnam und habe an der Vietnam National University Chemie studiert. Schon seit der Oberschule weiß ich, dass ich als Forscherin arbeiten will. Mein Traum wäre es, abwechselnd in internationalen Forschungsprojekten in Vietnam und im Ausland zu arbeiten.
Kooperationen zwischen Hochschulen als Infoquelle nutzen: Durch Austauschprojekte meiner Uni mit deutschen Hochschulen habe ich Einblick in die Chemieforschung in Deutschland bekommen. Die Gespräche mit den deutschen Forschern haben mir klar gemacht: Wenn ich in die Spitzenforschung will, sollte ich mich in Deutschland weiter qualifizieren.
Modulare Studienangebote bieten Spitzenqualifikation: Zuerst habe ich übers Internet nur nach stark forschungsorientierten Master-Studiengängen gesucht. Da ich kein Deutsch konnte, wollte ich unbedingt in einem englischsprachigen Studiengang studieren. Bei meinen Recherchen in der Datenbank des DAAD (www.daad.de/idp) bin ich auf ein modulares Studienangebot gestoßen: Dort kann ich nach einem Jahr Masterstudium direkt in ein Promotionsstudium wechseln. Ich habe mich für dieses Programm entschieden, weil es mir zwei attraktive Qualifizierungswege eröffnet. Inzwischen bin ich im zweiten Semester und absolviere studienbegleitend einen Deutschintensivkurs. Für das Promotionsstudium brauche ich Deutschkenntnisse, da ein Teil der Seminare auf Deutsch stattfindet.

Nina: Ausländische Freunde gefundenIch bin Nina und Mais Freundin. Wir haben uns im Master-Studiengang Chemie kennen gelernt. Gleich am ersten Studientag kam ich mit Mai ins Gespräch. Sie stand alleine vor der Seminartür. Ich habe sie angesprochen und gefragt, woher sie kommt.
Interkulturelle Erfahrungen sammeln: Ich bin immer sehr neugierig, wenn ich auf Menschen aus anderen Ländern treffe. Ich will dann mehr über ihre Lebensgewohnheiten und ihre Kultur erfahren. Durch Mai habe ich viel Interessantes über vietnamesische Sitten und Gebräuche gelernt. So weiß ich jetzt, dass es für Vietnamesen unhöflich ist, wenn man ihnen beim Kennenlernen gleich sehr persönliche Fragen stellt. Da mir das nicht klar war, habe ich Mai sofort nach ihrer Familie und ihren Freunden ausgefragt. Mai hat mir das zum Glück nicht übel genommen. Ich glaube, sie war froh, dass sie in mir so schnell eine Freundin gefunden hat.
Ausländischen Kommilitonen helfen, sich in Deutschland heimisch zu fühlen: Durch meine Arbeit als Tutorin weiß ich, dass sich internationale Studierende zu Beginn etwas einsam fühlen. Damit Mai das nicht passiert, habe ich sie anfangs zu jeder Party mitgenommen und all meinen Freunden vorgestellt. Auf einer dieser Partys haben wir dann Tomás kennen gelernt. Ein Freund von mir hatte Tomás mitgebracht. Mai und ich fanden ihn auf Anhieb sympathisch. Tomás erzählte uns dann von den Problemen mit seiner Wohngemeinschaft. Was für ein Zufall: In meiner Vierer-Wohngemeinschaft wurde gerade ein Zimmer frei. Jetzt ist Tomás mein Mitbewohner und wenn Mai mich zu Essen besucht, sitzt Tomás oft mit am Tisch. Manchmal gehen wir auch mit Tomás und seinen Freund Markus aus. Markus kennt da ein paar verdammt gute Musikclubs.