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Die große Anzahl der DAAD-Programme lässt sich fünf strategischen Zielsetzungen zuordnen, die eine langfristige Orientierung ermöglichen und bezwecken. Sie sind in Anlehnung an die olympischen Ringe, Symbole des friedlichen Wettstreits, dargestellt. Dabei machen die Überschneidungen zugleich die gegenseitigen Abhängigkeiten und Wechselwirkungen deutlich, die zwischen den Aktionsfeldern bestehen.

Die Ziele des DAAD

Die fünf Ziele sind:

Die Förderung ausländischer Nachwuchseliten, um künftige Führungspersönlichkeiten in Wissenschaft und Kultur, Wirtschaft und Politik als Partner und Freunde für Deutschland zu gewinnen. (Ziel 1)
Der DAAD fördert die fachliche und persönliche Qualifizierung ausländischer Nachwuchseliten an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen durch die Vergabe von Stipendien, die überwiegend aus Mitteln des Auswärtigen Amtes und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert werden. Zielgruppen sind Studierende, Praktikanten, Doktoranden und Wissenschaftler, die von unabhängigen wissenschaftlichen Kommissionen aus einer Vielzahl von Bewerbern ausgewählt werden. Der DAAD betreut seine Stipendiaten über die konkrete Förderung in Deutschland hinaus und bildet damit ein weltweites Netzwerk von Führungspersönlichkeiten, die Deutschland zugeneigt sind.

Die Förderung deutscher Nachwuchseliten, um sie als künftige Führungspersönlichkeiten in Wissenschaft und Kultur, Wirtschaft und Politik im Geiste internationaler und interkultureller Erfahrungen weltoffen zu qualifizieren. (Ziel 2)
Der DAAD fördert die fachliche und persönliche Qualifizierung hervorragender deutscher Studierender, Praktikanten, Graduierter und Nachwuchswissenschaftler, die von unabhängigen wissenschaftlichen Kommissionen aus einer Vielzahl von Bewerbern ausgewählt werden. Er ermöglicht ihnen Studien- und Forschungsaufenthalte an den besten Hochschulen im Ausland. Dazu vergibt er Stipendien, die überwiegend aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert werden, betreut sie, soweit möglich und nötig vor Ort und hält mit ihnen als Alumni auch nach Ende des Stipendiums Kontakt.

Die Förderung der Internationalität und Attraktivität der deutschen Hochschulen, damit Deutschland eine erste Adresse für den wissenschaftlichen Nachwuchs aus aller Welt bleibt bzw. wieder wird. (Ziel 3)
Der DAAD fördert die Entwicklung und Einführung inhaltlich anspruchsvoller, international wettbewerbsfähiger Studien- und Forschungsangebote für qualifizierte ausländische Studierende, Graduierte und Wissenschaftler, die ihrerseits zu hervorragender Lehre und Forschung bei uns beitragen. Desgleichen fordert und unterstützt der DAAD die Schaffung gastfreundlicher Rahmenbedingungen (Ausländerrecht, Betreuung u.a.m.) und unterstützt die Hochschulen durch Informations- und Werbeaktivitäten bei ihrer Positionierung auf dem internationalen "Bildungsmarkt". Angestrebt wird eine Verdopplung der Zahl ausländischer Studierender an den deutschen Hochschulen auf mindestens 10 Prozent. Entsprechend soll der Anteil deutscher Studienbewerber, die einen Studienabschnitt im Ausland verbringen, ebenfalls verdoppelt werden, und zwar auf 20 Prozent. Nur gemeinsam mit den besten ausländischen Studierenden, Graduierten und Wissenschaftlern kann Deutschland die Qualität seiner wissenschaftlichen Institutionen erhalten und entwickeln.

Die Förderung der Germanistik und deutschen Sprache, Literatur und Landeskunde an ausgewählten ausländischen Universitäten, um Deutsch als wichtige Kultur- und Verkehrssprache zu stärken und das Interesse, die Kenntnis und die Sympathie für Deutschland und sein kulturelles Erbe zu befördern. (Ziel 4)
Der DAAD fördert aus Mitteln des Auswärtigen Amtes die Germanistik, die deutsche Sprache und Landeskunde sowie die zugehörige Lehrerausbildung (Multiplikatoren) an ausländischen Hochschulen durch Lektorate, Stipendien und besondere Veranstaltungen und Publikationen. Zusätzlich baut er an ausgewählten ausländischen Spitzenuniversitäten Deutschlandzentren zur Ausbildung des Nachwuchses an Deutschlandexperten auf. Auch im Inland ist Deutsch als Fremdsprache (DaF) für den DAAD aufgrund der Bedeutung der Sprachkenntnisse für die Zulassung ausländischer Studierender an den Hochschulen ein wichtiges Thema. Dazu gehört u.a. die Entwicklung und der Einsatz eines weltweit einheitlichen Sprachtests sowie die Förderung des studienbegleitenden Deutschunterrichts für Ausländer an deutschen Hochschulen.

Die Förderung des wissenschaftlichen Fortschritts in Entwicklungsländern und den Transformationsländern in Mittel- und Osteuropa, um deren wirtschaftlichen und demokratischen Reformprozess zu unterstützen. (Ziel 5)
Der DAAD fördert, überwiegend aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, den Aufbau leistungsstarker und langfristig selbsttragender Hochschulstrukturen in den Entwicklungs- und Transformationsländern. Schwerpunkte sind Aus- und Fortbildung des Hochschullehrernachwuchses und sonstiger Fach- und Führungskräfte durch Stipendien in Deutschland und Sur-place sowie die Entwicklung von Partnerschaften mit deutschen Hochschulen. Auch hier gehört der Aufbau nachhaltiger Netzwerke mit den Geförderten zum Erfolg des Programms. Der Aufenthalt dieser Studierenden und Wissenschaftler an deutschen Hochschulen fördert darüber hinaus bei uns das Verständnis für die Entwicklungsländer und die Notwendigkeit der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit.

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