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Stipendienbetreuung

Betreuung ausländischer Studierender

Ein erheblicher Teil der DAAD-Arbeit entfällt auf die Betreuung insbesondere der ausländischen Stipendiaten, wobei der Aufwand je nach Herkunft und Studiensituation der Stipendiaten schwankt. Besuche der Fachreferenten schon während der Sprachkurse in Deutschland, flächendeckende Einführungsveranstaltungen an den Hochschulen und vom DAAD organisierte Stipendiatentreffen gehören zu den regelmäßigen Betreuungsmaßnahmen.

Darüber hinaus vergibt der DAAD an die deutschen Hochschulen Finanzmittel, mit denen die Beratungs- und Betreuungsarbeit vor Ort gefördert wird, insbesondere Einführungstreffen, Exkursionen und Hilfen bei der Wohnungssuche.

Daneben unterstützt der DAAD die Professionalisierung des Betreuungspersonals an den Hochschulen, so etwa durch die Jahrestagung "Ausländerstudium" und die Tagung der Leiter der Akademischen Auslandsämter. Darüber hinaus vergibt der DAAD einen vom Bundesaußenminister gestifteten Preis für hervorragende Betreuungsinitiativen im Hochschulbereich. Und schließlich erhalten ausländische Studierende an deutschen Hochschulen für ihre hervorragenden Leistungen und ihr soziales Engagement Jahr für Jahr den "DAAD-Preis für ausländische Studierende". Diese Auszeichnung, die aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert wird, vergeben die deutschen Hochschulen seit acht Jahren im Namen des DAAD, um die fachliche und gesellschaftliche Bereicherung zu verdeutlichen, die sich aus dem Studienaufenthalt hoch qualifizierter und hoch motivierter Ausländer ergibt.

Verbindung zu ehemaligen Stipendiaten

Der DAAD ist mit spezifischen Programmen und Initiativen darum bemüht, dass der Kontakt zu den ehemaligen DAAD-Geförderten (Alumni) erhalten bleibt. Auf diese Weise wächst das weltweite Netzwerk aktueller und ehemaliger, ausländischer und deutscher Stipendiaten kontinuierlich weiter. Die Zielsetzungen unterscheiden sich dabei je nach Herkunft der Alumni: Bei den ehemaligen deutschen Geförderten geht es in erster Linie darum, ihre regionale Erfahrung und interkulturelle Kompetenz für die Anliegen des DAAD zu nutzen – zum Beispiel im Bereich der Betreuung ausländischer DAAD-Stipendiaten in Deutschland. Deutsche DAAD-Alumni finden sich oftmals in hervorgehobenen beruflichen Positionen in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Medien und nicht zuletzt als Mitglieder von Auswahlkommissionen wieder.

Auch die ausländischen DAAD-Alumni unterstützen die Programmarbeit durch Information, Beratung und Betreuung von Interessenten, Bewerbern und Stipendiaten, als Referenten auf Veranstaltungen oder auch als wirtschaftliche und politische Förderer. Ausländische Ehemalige können unter bestimmten Umständen erneut zu mehrmonatigen Forschungsaufenthalten an deutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen eingeladen werden ("Wiedereinladungen") oder Literatur- und Gerätespenden für die wirtschaftliche Arbeit im Heimatland bekommen.

Allen Alumni und Stipendiaten steht der eigene Informationsbereich im Internet offen ("Alumni-Forum"). Darüber hinaus publizierte der DAAD bisher zwei Nachkontaktzeitschriften: Der "DAAD-Letter – Hochschule und Ausland" orientierte sich am Informationsbedürfnis der ehemaligen ausländischen Stipendiaten. Das Magazin "PostSkript" richtete sich an deutsche DAAD-Alumni. In Zukunft wird es eine Zeitschrift mit dem Titel "DAAD-Letter-Hochschule und Ausland für deutsche und ausländische DAAD-Alumni" geben.

Der DAAD begleitet und unterstützt auch die Bildung regional- oder fachspezifisch zugeschnittener Alumni-Vereinigungen im Ausland und in Deutschland. Zu den rund 125 Alumni-Vereinen weltweit konnten 2003 neue Zusammenschlüsse in Moldau, im Senegal, in der Russischen Föderation und in Argentinien hinzugewonnen werden. Der DAAD fördert diese Vereine nicht institutionell, wohl aber projektbezogen, vor allem für Veranstaltungen mit deutschen Partnern.

Für deutsche Alumni gibt es die 1981 gegründete "Vereinigung Ehemaliger und Freunde des DAAD e.V.", die organisatorisch eng an den DAAD angebunden ist. Mit seinen über 1.200 Mitgliedern kümmert sich dieser Verein in erster Linie um die Betreuung der ausländischen DAAD-Stipendiaten an ihren Hochschulorten in Deutschland.

Vom DAAD unterstützte fachliche "Alumni-Seminare" im Ausland sind ein weiteres Element der weltweiten Netzwerkbildung. Große Veranstaltungen dieser Art organisierte der DAAD im Jahr 2003 in Brasilien, Chile, Genshagen b. Berlin, Guatemala, Japan, Polen und Ungarn. Daneben wurden auch kleinere Seminare unterstützt, die in der Regel auf Initiativen der Alumni-Vereine oder der Lektoren zurückgehen (u.a. in Litauen, in den Niederlanden, in Laos, Äthiopien, Costa Rica und der Russischen Föderation).

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