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Die Programme für Entwicklungs- und Transformationsländer verfolgen zwei grundsätzliche Ziele: die Aus- und Weiterbildung des Hochschullehrernachwuchses und wichtiger Fach- und Führungskräfte ("staff development") sowie die Unterstützung beim Aufbau entsprechender Strukturen ("institution building"). Angeboten werden verschiedene Studienprogramme in Deutschland, im Heimatland und der Heimatregion ("Sur-Place"- und "Drittland"-Stipendien). Für neue Programme erhält der DAAD Mittel des BMZ; teilweise greifen hier aber auch (Stipendien-)Programme des AA.

Im Programm der Aufbaustudiengänge mit entwicklungsländerbezogener Thematik werden insgesamt 35 Fortbildungsangebote deutscher Hochschulen gefördert. Die Förderung umfasst leistungsabhängige Stipendienquoten sowie Mittel zur sachlichen und fachlichen Betreuung der Stipendiatinnen und Stipendiaten. Bei den geförderten Teilnehmern handelt es sich um Fach- und Führungskräfte aus Wirtschaft, Handel und Verwaltung aus Entwicklungs- und Schwellenländern. Die anhaltende Attraktivität dieses Ausbildungsangebots lässt sich nicht nur an steigenden Bewerberzahlen ablesen, sondern auch an der erfreulichen Tatsache, dass die Anzahl der sich selbst finanzierenden Teilnehmer aus Deutschland sowie dem europäischen und außereuropäischem Ausland zunimmt. Dieser Umstand wird auch dadurch begünstigt, dass die Aufbaustudiengänge in der Mehrzahl in englischer Sprache angeboten und mit international anerkannten Titeln abgeschlossen werden.

Darüber hinaus gibt es als breites Förderinstrument "Fachbezogene Hochschulpartnerschaften mit Entwicklungsländern", in dessen Rahmen zurzeit 83 Partnerschaften mit anspruchsvollen Vorhaben in verschiedensten Fachgebieten gefördert werden. Das Programm unterstützt nicht nur die Partnerhochschulen in den Entwicklungsländern: Gleichzeitig werden das Verständnis und die Kompetenz der deutschen Hochschulen für die Entwicklungszusammenarbeit gestärkt.

Das ebenfalls BMZ-finanzierte Programm "Länderbezogene Stipendien für Nachwuchswissenschaftler aus fortgeschrittenen Entwicklungsländern" richtet sich an junge Ingenieure aus Argentinien, Chile und Mexiko sowie aus Indien, Indonesien, Thailand, aus den Philippinen, aus Vietnam und dem Sudan. Dabei stellen ausländische Förderorganisationen oder die beteiligten Hochschulen Stipendien für Studienaufenthalte in Deutschland bis zu 13 Monate bereit, während der DAAD in der Regel die Kosten für Sprachkurse und Betreuung übernimmt.

Ebenfalls in Gemeinschaftsfinanzierung mit südamerikanischen Geldgebern wurde 1997 ein Vermittlungsprogramm für deutsche Wissenschaftler eingerichtet, in dem bisher 42 hoch qualifizierte, junge deutsche Hochschuldozenten zur Lehrtätigkeit nach Brasilien, Chile und Mexiko vermittelt wurden. Aus Mitteln des BMZ zahlt der DAAD die Reisekosten und eine Versicherungspauschale; die restlichen Kosten trägt das Gastland.

Das Alumni-Programm zur Nachbetreuung ehemaliger Studierender an deutschen Hochschulen aus Entwicklungsländern verfolgt das Ziel, die in die Partnerländer zurückgekehrten Absolventen, die heute vielfach entscheidende Positionen innehaben, an die Entwicklungszusammenarbeit mit Deutschland heranzuführen. Im November 2003 wurde im Rahmen eines internationalen Alumni-Symposiums, an dem auch die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Frau Wieczorek-Zeul, teilnahm, eine positive Bilanz bisheriger Alumniaktivitäten gezogen.

Das Programm "Sachmittel für Hochschulen in Entwicklungsländern" stellt den dortigen Hochschulmitarbeitern die für die Zusammenarbeit mit deutschen Kollegen notwendigen Sachmittel zur Verfügung.

Darüber hinaus gab es im Berichtsjahr vier Sommerschulen, die von deutschen Hochschulen gezielt zur Einbindung von Alumni aus Partnerländern der ehemaligen DDR eingesetzt wurden.

2003 standen dem DAAD zudem Sondermittel für einen vertiefenden Dialog mit Hochschulen in islamischen Ländern zur Verfügung. Damit konnten wieder zahlreiche zusätzliche Maßnahmen in bestehenden Kooperationen realisiert und Wissenschaftler zu Sonderveranstaltungen eingeladen werden.

Seit 2001 unterstützt der DAAD das Hochschulmanagement in Entwicklungsländern. Unter dem Arbeitstitel DIES (South-North Dialogue on Innovative Higher Education Strategies) organisieren DAAD und HRK einen Erfahrungsaustausch in Fragen innovativer Hochschulpolitik und effizienten Managements. Dazu werden Konferenzen, Workshops und Seminare mit einschlägigen Organisationen aus Entwicklungsländern, die Aufbaustudiengänge UNISTAFF und Unicambio XXI gefördert sowie Informationsreisen für Entscheidungsträger veranstaltet. So fand im Juni 2003 eine Informationsreise des afghanischen Hochschulministers mit acht afghanischen Hochschulrektoren durch Deutschland statt; im Oktober informierte sich eine Delegation südafrikanischer Hochschulleiter an deutschen Universitäten über Erfahrungen mit Gesamthochschulen und Hochschulfusionen. Ebenfalls im Oktober fand in Nairobi eine große DIES-Konferenz zum Thema "Quality Assurance through Curriculum Design – a Case study of Higher Education Management in East Africa" statt, an der 140 ostafrikanische Hochschulleiterinnen und Hochschulleiter teilnahmen.



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