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200 Programme weltweit
Die über 200 Programme des DAAD reichen vom kurzfristigen Austausch für Forschung oder Lehre bis zum mehrjährigen Promotionsstipendium eines Graduierten aus einem Entwicklungsland, vom Informationsbesuch einer ausländischen Rektorendelegation bis zum langfristig konzipierten Regionalprogramm zum Aufbau leistungsfähiger Hochschulstrukturen in der Dritten Welt. Grundsätzlich sind die Förderprogramme des DAAD in beiden Richtungen für alle Länder der Welt und für alle Fachrichtungen offen. In einigen Fällen sind der Rahmen und das Verfahren für den Austausch in zwischenstaatlichen Kulturabkommen oder in Vereinbarungen des DAAD mit ausländischen Partnerorganisationen niedergelegt; in der Regel stehen dann auch entsprechende Angebote der anderen Seite gegenüber (z.B. Gegenstipendien, Eigenleistungen des Gastlandes, Gebührenbefreiungen).

Weitere Informationen über unsere Programme können Sie auch dem Jahresbericht des DAAD entnehmen, den wir Ihnen gern kostenlos zusenden.

Betreuung der StipendiatenEin erheblicher Teil der DAAD-Arbeit entfällt auf die Betreuung der Stipendiaten, wobei der Aufwand je nach Herkunft und Studiensituation schwankt. Besuche der Fachreferenten schon während der Sprachkurse in Deutschland, flächendeckende Einführungsveranstaltungen an den Hochschulen und vom DAAD organisierte Stipendiatentreffen gehören zu den regelmäßigen Betreuungsmaßnahmen, ebenso der gemeinsame Erfahrungsaustausch auf der DAAD-Jahrestagung "Ausländerstudium" und gezielte Fortbildungsveranstaltungen.

Mehr zum Thema Betreuung.

Verbindung zu ausländischen ehemaligen Stipendiaten

Die Verbindung zu den ehemaligen Langzeit-Stipendiaten ("Alumni") aus dem Ausland - einschließlich derjenigen, die früher als Stipendiaten in der DDR studiert haben - wird vom DAAD mit verschiedenen Instrumenten aufrechterhalten: z.B. durch das Alumnimagazin "DAAD-Letter - Hochschule und Ausland" mit einer Auflage von knapp 32.000 Exemplaren, durch einen eigenen Informationsbereich im Webangebot des DAAD ("Alumni-Forum"), durch Literatur- und Gerätespenden sowie durch mehrmonatige Wiedereinladungen und Seminare mit deutschen Fachkollegen.

Darüber hinaus finden im Ausland fachliche Ehemaligen-Seminare statt, die in der Regel auf Initiativen der Alumni-Vereine oder der Lektoren zurückgehen oder auch, im Rahmen eines BMZ-Programms, von den deutschen Hochschulen für ihre eigenen Ehemaligen in Entwicklungsländern organisiert werden.

Ehemalige Geförderte haben sich mittlerweile in über 120 Alumni-Vereinen weltweit organisiert. Der DAAD fördert diese Vereine nicht institutionell, wohl aber bei entsprechenden Projekten.

Verbindung zu deutschen Alumni, "Freundeskreis" Deutsche DAAD-Alumni finden sich oftmals in hervorgehobenen beruflichen Positionen in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Der Kontakt zu ihnen ist allerdings bisher wesentlich weniger ausgeprägt als zu ausländischen Ehemaligen, zumal es gesonderte Programme für diese Zielgruppe nicht gibt.

Immerhin können auch deutsche Alumni im DAAD-Alumni-Forum im Internet in Kontakt untereinander und mit dem DAAD bleiben oder der 1981 gegründeten "Vereinigung Ehemaliger und Freunde des DAAD e.V." (Freundeskreis) beitreten.

Dem DAAD-Freundeskreis gehören zur Zeit rund 1.200 Mitglieder an, die sich vor allem um die Betreuung ausländischer DAAD-Stipendiaten an ihrem Hochschulort bemühen. Die Geschäftsführung des Vereins wird von Mitarbeitern der DAAD-Zentrale in Bonn wahrgenommen.

Der DAAD-Freundeskreis arbeitet mit dem "Tönissteiner Kreis" zusammen, einer Vereinigung von Persönlichkeiten, die über mindestens einjährige Auslandserfahrungen in je einem englischsprachigen und einem französischsprachigen Kulturkreis verfügen. Schwerpunkt der Zusammenarbeit ist die Förderung junger deutscher Nachwuchskräfte, die sich für eine Tätigkeit in internationalen Organisationen interessieren und insbesondere an der Praktika-Förderung des neuen "Carlo Schmid-Programms" teilnehmen.

Programme zur Internationalisierung der deutschen Hochschulen

Seit Mitte der 90er Jahre und der Verabschiedung eines entsprechenden "Aktionsprogramms" hat der DAAD eine Reihe institutioneller strukturbildender Programme entwickelt, die darauf abzielen, den Bildungs- und Wissenschaftsstandort Deutschland international attraktiver zu machen. Dazu gehören Programme zur inhaltlichen Verbesserung der Studien- und Forschungsangebote, zur kundenorientierten Erleichterung der Rahmenbedingungen für ausländische Gäste und schließlich für ein professionelles Informations- und "Marketing"-System.

Mehr zu den Programmen zur Internationalisierung der deutschen Hochschulen.

Internationales Hochschul-Marketing

Mit der Einrichtung der Arbeitsstelle "Internationales Marketing für Bildung und Forschung" konnte der DAAD seine Marketing-Aktivitäten weiter ausbauen und professionalisieren. Die Arbeitsstelle vereinigt die Geschäftsstelle des Hochschulkonsortiums "GATE-Germany" und das Sekretariat der "Konzertierten Aktion".

Das Hochschulkonsortium "GATE-Germany" wurde gemeinsam mit der HRK zum 1. Januar 2001 gegründet. Es hat zum Ziel, den Studien- und Forschungsstandort Deutschland international zu positionieren und das Profil seiner inzwischen über 100 Mitglieder durch entsprechende Programme und Aktionen im Ausland (Messebeteiligung, Informations- und Werbetouren) zu fördern. Das Arbeitsprogramm wird von fünf Arbeitsgruppen beraten, dessen Vorsitzende den Lenkungsausschuss bilden. Sprecher des Konsortiums ist DAAD-Vizepräsident Huber.

GATE-Germany arbeitet mit der (ebenfalls im Jahr 2001 initiierten und der BLK angegliederten) Konzertierten Aktion "Hi!Potentials" eng zusammen, in der Bund, Länder, Mittlerorganisationen, Forschungseinrichtungen und die deutsche Wirtschaft vertreten sind. Diese wirbt mit dem Slogan "International Careers Made in Germany" weltweit für den Bildungs- und Forschungsstandort Deutschland. Das Sekretariat der Konzertierten Aktion liegt beim DAAD.

Förderung der deutschen Sprache und Germanistik an ausländischen Hochschulen

Knapp ein Fünftel der Programmmittel des DAAD dient der Förderung der deutschen Sprache, Germanistik und Deutschlandkunde im Ausland: beginnend mit einmonatigen Hochschulsommerkursen in Deutschland über strukturierte Semesterstipendien für ausländische Germanisten und reguläre Jahres- und Promotionsstipendien bis hin zur Förderung germanistischer Institutspartnerschaften mit Hochschulen in Osteuropa und zum Aufbau deutschsprachiger Studiengänge in diesen Ländern.

Mehr zur Förderung der deutschen Sprache und Germanistik.

Programme für Entwicklungs- und Transformationsländer

Bei den Programmen für Entwicklungs- und Transformationsländer stehen vor allem die Aus- und Weiterbildung des Hochschullehrernachwuchses und wichtiger Fach- und Führungskräfte ("staff development") sowie die Unterstützung beim Aufbau entsprechender Strukturen ("institution building") im Vordergrund. Instrumente sind daher vor allem verschiedene Studienprogramme in Deutschland und im Heimatland bzw. der Heimatregion (Sur-place und "Drittland-Stipendien"). Für neue Programme erhält der DAAD erhebliche Mittel des BMZ; teilweise greifen hier aber auch (Stipendien-)Programme des AA.

Mehr zu den Programmen für Entwicklungs- und Transformationsländer.

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