

Aus der Arbeit der Organe
Zu den Aufgaben von Vorstand,
Kuratorium und Mitgliederversammlung des DAAD
gehören die Begleitung und Mitgestaltung
strategischer Planungen und neuer Programmkonzepte.
2007 stand die Neuwahl von Präsident, Vizepräsident
und Vorstand des DAAD an. Das Kuratorium hat
in seiner Sitzung am 24. Mai 2007 eine Vorschlagsliste
mit Kandidatinnen und Kandidaten an die Mitgliederversammlung
beschlossen; am 26. Juni 2007 folgten dann die
Wahlen durch die Mitgliederversammlung des DAAD.
Demnach gehören dem neuen Vorstand 2008 – 2011
an:
Der Präsident
- Professor Dr. Stefan Hormuth, U Gießen
Der Vizepräsident
- Professor Dr. Max Huber, U Bonn
Neun in der Auslandsarbeit erfahrene Persönlichkeiten
- Professor Dr. Ali Müfit Bahadir, TU
Braunschweig
- Professorin Dr. Gabriele Beibst, FH Jena
- Professor Dr. Johann W. Gerlach, FU Berlin
- Dr. Ursula Hans, HU Berlin
- Professorin Dr. Sabine Kunst, U Potsdam
- Gudrun Matthies, TU Ilmenau
- Professorin Dr. Eva Neuland, U Wuppertal
- Baldur Harry Veit, FH Reutlingen
- Professor Dr. Gerhart von Graevenitz, U
Konstanz
Ein Vertreter des Stifterverbandes für
die Deutsche Wissenschaft
- Dr. Andreas Schlüter (Generalsekretär)
Drei Vertreter der Studierenden (2008 – 2009)
- Lisa Bicknell, U Mainz
- Johannes Dieter Glembek, U Trier
- Cheng Ni, U Stuttgart
Ein weiteres wichtiges Thema für die Gremien
des DAAD war die Beratung über die geplanten
Gründungen deutscher Hochschulen im Ausland.
Neben dem bereits renommierten Projekt der German
University in Cairo, wo 2007 während eines
großen Alumnitreffens das akademische Jahr
eröffnet wurde, sind nun weitere Großprojekte
in der Türkei sowie in Pakistan und Vietnam
geplant. Hierzu hat der Vorstand verschiedene
Modelle beraten und die Entwicklung des DAAD
zu einem Kompetenzzentrum für Hochschulgründungen
im Ausland sachverständig begleitet.
Der vom BMBF finanzierte Eignungs-Test für
ausländische Studierende TestAS, der seit
2005 im Auftrag des DAAD in Zusammenarbeit mit
ITB Consulting und dem TestDaF-Institut konzipiert
wird, wurde im Februar 2007 an den TestDaF-Zentren
im Ausland mit großem Erfolg eingesetzt.
Der Vorstand hat daraufhin grünes Licht
für die Weiterentwicklung des TestAS gegeben,
der nunmehr auch weltweit angeboten wird.
Auch in 2007 befasste sich der Vorstand wieder
mit den Ergebnissen und Schlussfolgerungen größerer
Evaluationsvorhaben. Die Evaluation „Stipendien
für Deutsche“, die von der Gesellschaft
für Empirische Studien in Kassel durchgeführt
wurde, hat zu durchweg erfreulichen Ergebnissen
geführt: Dem DAAD gelingt es, die deutschen
Nachwuchseliten zur Teilnahme an seinen Individualprogrammen
zu gewinnen – für die einzelnen ist
die DAAD-Förderung nicht nur in fachlicher
und soziokultureller Hinsicht wichtig, sondern
erweist sich auch im Berufseinstieg als hilfreich.
Die Ergebnisse der Studie sind mit einer Reihe
von Empfehlungen für die weitere Programmgestaltung
verbunden, die vom Vorstand diskutiert wurden.
Die nächste geplante Programmbereichsevaluation
betrifft die „Förderung der Germanistik
und der deutschen Sprache im Ausland“.
Hier wurden mit dem Vorstand die Fragestellungen
sowie die Zusammensetzung der Steuerungsgruppe
abgestimmt.
In den „Beirat Germanistik“ hat
der Vorstand erstmalig zwei Beiratsmitglieder
aus dem Ausland berufen: Prof. Peter Colliander
(DaF, Copenhagen Business School) sowie Prof.
Martine Dalmas (Sprachwissenschaft, Universität
Paris Sorbonne). Als neues deutsches Mitglied
wurde Prof. Christian Fandrych (DaF, Universität
Leipzig) berufen. Die Amtsperiode des Beirats
reicht von 2008 bis 2011.
Im November-Vorstand waren das Hauptthema die
neuen Programm-Vorschläge des DAAD an das
Auswärtige Amt, das Bundesministerium für
Bildung und Forschung sowie an das Bundesministerium
für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Zahlreiche der vorgeschlagenen Programme wie
insbesondere das Afrika-Programm „Führungseliten
für Afrika“ sowie neue Vorschläge
für den verstärkten akademischen Austausch
mit Indien „A New Passage to India“ wurden
bereits von den Ministerien bewilligt, andere
liegen den Ministerien noch zur Prüfung
vor.
Im Rahmen der verstärkten Bemühungen
der Ressorts um die Internationalisierung der
deutschen Wissenschaft hat der Vorstand eine
Stellungnahme des DAAD zur Internationalisierungsinitiative
des BMBF beraten. Zahlreiche dieser Empfehlungen
wurden in der mittlerweile durch das Kabinett
beschlossenen Fassung „Deutschlands Rolle
in der globalen Wissensgesellschaft stärken“ berücksichtigt.
Schließlich haben die Vorstandsmitglieder
auch 2007 durch ihre aktive Teilnahme an Seminaren
und Messen die Aktivitäten von DAAD und GATE-Germany
weltweit unterstützt. |